Eilmeldung

Eilmeldung

Den Rentieren und Pinguinen auf der Spur

Sie lesen gerade:

Den Rentieren und Pinguinen auf der Spur

Schriftgrösse Aa Aa

In Sibirien leben Schätzungen zufolge mehr als eine Million Rentiere. Es ist fast unmöglich die Herden im Auge zu behalten. Das Gebiet regelmäßig zu überfliegen, ist einfach zu teuer. Jetzt probieren die Wissenschaftler der Universität Sibiriens eine andere Methode aus. Sie legen den Rentieren Halsbänder mit Satellitenübertragung um. Sie erhoffen sich so Informationen über ihre Migrationsrouten, ihren Lebensraum und ihr Überwinterungsgebiet.

Alexander Salman, der die Halsbänder herstellt, erklärt: “Das Gerät wird dem Tier umgelegt und aktiviert sobald man den Magneten entfernt. Das Gerät identifiziert seine eigenen Koordinaten mit Hilfe des Navigationsempfängers und es überträgt seine GPS-Koordinaten.”

Die Wilderei hat in der Region zugenommen. Die Halsbänder könnten den Behörden also auch dabei helfen, die Tiere zu schützen.

Am anderen Ende der Welt kommt auch eine Technologie zum Einsatz, um den Tieren auf der Spur zu bleiben – in diesem Fall den Pinguinen in einem Zoo in Australien. Wissenschaftler haben kleine GPS-Geräte und Beschleunigungsmesser an den Vögeln befestigt.

Die Wissenschaftlerin Gemma Carroll von der Macquarie Universität erklärt, dass sie so auch herausfinden können, wie die Pinguine schwimmen: “Wir befestigen die kleinen Beschleunigungsmesser hier an den Pinguinen im Taronga Zoo, um zu verstehen, wie sich die Tiere in einem dreidimensionalen Raum fortbewegen, im Wasser, wo wir sie nicht sehen.”

Den Wissenschaftlern zufolge wechseln die Pinguine nicht gerne ihren Lebensraum.