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Euro-Konjunktur: "Die Erholung legt einen Zahn zu"

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Euro-Konjunktur: "Die Erholung legt einen Zahn zu"

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Die Euro-Zone lässt die längste aller ihrer Rezessionen hinter sich und kommt nach Ansicht der EU-Kommission 2015 wieder spürbar in Fahrt.

Bis auf Zypern traut die Behörde allen 18 Euro-Staaten 2014 zu, dass die Konjunktur wieder anzieht. In den vergangenen beiden Jahren war die Wirtschaft im Währungsraum noch geschrumpft, 2013 um 0,4 Prozent.

In diesem Jahr soll es um 1,2 Prozent nach oben gehen und danach um 1,7 Prozent, so die Brüsseler Behörde in ihrer Frühjahrsprognose. Im Februar war sie für 2015 allerdings noch 1/10 Prozent optimistischer gewesen.

Deutschland liegt danach über dem Schnitt mit 1,8 und 2,0 Prozent. In Frankreich gehe es deutlich langsamer bergauf.

Siim Kallas, Vize-Präsident der EU-Kommission:

“Seit die EU-Wirtschaft vor einem Jahr aus der Rezession kam, sind und bleiben die Konjunkturaussichten günstig. Die Erholung legt einen Zahn zu, auch in gefährdeten Ländern. Die Politik der vergangenen Jahre beginnt, Früchte zu tragen.”

Die Defizite gingen zurück, die Investitionen sprängen wieder an.

Wichtig sei vor allem, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt allmählich bessere. Um künftig mehr Jobs zu schaffen, dürften die EU-Staaten bei den Strukturreformen nicht nachlassen und sollten das Wachstumspotenzial stärken.

Noch wird von weniger Menschen weniger hergestellt als vor der Finanzkrise im Jahr 2008.

Gefahren drohten durch Vertrauensverlust wegen mangelnder Reformen und eine zu lange Phase niedriger Inflation, so die Kommission.

Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone dürften 2014 um 0,8 Prozent steigen und danach um 1,2 Prozent.

Von stabilen Preisen spricht die Europäische Zentralbank erst ab knapp unter zwei Prozent Geldentwertung.

su mit Reuters