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Hilfe für Afghanistan läuft schleppend an

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Hilfe für Afghanistan läuft schleppend an

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Nach dem verheerenden Erdrutsch in Afghanistan sind weitere Hilfslieferungen bei den Überlebenden eingetroffen. Rettungsmannschaften brachen am Wochenende allerdings die Suche nach Überlebenden ab. Etwa 700 Familien leben seit dem Erdrutsch vor drei Tagen unter freiem Himmel und werden von der Regierung und internationalen Hilfsorganisationen mit dem Nötigsten versorgt. Doch Mohammed Bay, der sechs Familienmitglieder verloren hat, sagt: “Wir leben in einem Zelt, aber das haben wir uns selbst gebaut. Wir haben kein Zelt bekommen, auch keine Decken, und nichts zu Essen.”

Nach Angaben des zuständigen Ministers in Kabul wurden Mehl, Reis, Speiseöl, Zucker, warme Kleidung und Zelte zu den Menschen gebracht.
Zwei mobile Kliniken sowie Medikamente wurden laut dem Gouverneur in die Unglückszone geschickt. Auch die internationale Hilfe ist angelaufen.

Eine Lawine aus Schlamm und Geröll hatte am 2. Mai Teile des Dorfes Ab-e-Barik im Nordosten des Landes überrollt. Mehr als 2000 Menschen gelten als tot. Die Regierung in Kabul erklärte Teile des von den Erdmassen weggerissenen
Dorfes zu einem Massengrab.