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Rebellen bekennen sich zur Entführung von über 200 Schülerinnen in Nigeria

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Rebellen bekennen sich zur Entführung von über 200 Schülerinnen in Nigeria

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Unter den Angehörigen In Nigeria herrscht weiter Ungewissheit über das Schicksal von mehr als 200 aus einer Schule in Nigeria entführten Mädchen.

Die Schülerinnen im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren waren Mitte April im nordöstlichen Staat Borno gekidnappt worden. Zu der Verschleppung bekannten sich am Montag die islamistischen Boko Haram-Rebellen. Die Familien klagen an:

“Wir wurden bislang immer angelogen,” sagt diese Mutter einer entführten Schülerin. “Angeblich wurden einmal schon 121 Mädchen gefunden, aber das erwies sich als eine Lüge. Sie arbeiten an ihren Lügen und machen sonst nichts.”

Die Angehörigen werfen der nigerianischen Regierung und den Sicherheitskräften Unfähigkeit und Untätigkeit vor. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan erwiderte die Kritik in einem TV-Interview:

“Wir erwarten einen maximalen Willen zur Kooperation von den für die Mädchen Verantwortlichen beziehungsweise von den Eltern. Bisher gibt es von ihnen noch keine eindeutigen Informationen. Sie müssen der Polizei natürlich die Namen der vermissten Mädchen nennen.”

Aus dieser Schule im Ort Chibok waren die Mädchen nachts offenbar von den Rebellen der islamistischen Sekte Boko Haram entführt worden. Nigerianischen Medienberichten zufolge wurden die Schülerinnen zu Zwecken der Zwangsverheiratung auch nach Kamerun und in den Tschad verschleppt.