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Bayer-Angebot an Merck: Die Pharmabranche sortiert sich weiter neu

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Bayer-Angebot an Merck: Die Pharmabranche sortiert sich weiter neu

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Bayer will die Sparte rezeptfreie Medikamente des US-Pharmariesen Merck & Co für 10,4 Milliarden Euro übernehmen.

Der Kaufpreis werde in bar bezahlt, so das deutsche Pharmaunternehmen. Die Firma steige damit weltweit zum zweitgrößten Anbieter
von rezeptfreien Medikamenten auf, ein “Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten globalen Marktführerschaft” (Vorstandschef Marijn Dekkers) – beide Unternehmen kamen in der Sparte 2013 zusammen auf 5,5 Milliarden Euro Umsatz.

Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen, der Deal dürfte in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen.

su mit Reuters, dpa

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Das Kauf- und Verkaufkarussell:

Mai 2014: Der US-Pharmariese Pfizer bietet 106 Milliarden US-Dollar
für die Übernahme des Konkurrenten AstraZeneca. Der
britisch-schwedische Hersteller lehnte das Angebot aber ab.
April 2014: Der Pharmakonzern Novartis kündigt die Übernahme des
Krebsmedikamentengeschäfts von Glaxo SmithKline (GSK) im Wert von
14,5 Milliarden US-Dollar an. GSK erhält im Gegenzug die Impfsparte
von Novartis für 7,1 Milliarden US-Dollar. Das Tierfutter-Geschäft im
Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar übernimmt der US-Riese Eli Lilly.
März 2014: Der Bayer-Konzern übernimmt für 1,9 Milliarden Euro den
norwegischen Krebsmittelspezialisten Algeta.
Februar 2014: Der Generika-Hersteller Actavis will den Konkurrenten
Forest Laboratories für rund 25 Milliarden Dollar (damals rund 18,2 Milliarden Euro) kaufen.
September 2013: Der weltweit größte Biotechnologie-Konzern Amgen
bekommt grünes Licht von den Wettbewerbshütern für die Übernahme des
Krebsmittelherstellers Onyx. Preis: 10,4 Milliarden Dollar (damals
rund 7,5 Milliarden Euro).
Juli 2012: Der US-Konzern Bristol-Myers Squibb will das auf
Diabetes-Medikamente spezialisierte Biotechnologieunternehmen Amylin
übernehmen. Der Kaufpreis summiert sich auf gut 5 Milliarden Euro.

(dpa)