Eilmeldung

Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Fahrerlose Zukunft


hi-tech

Fahrerlose Zukunft

Der schwedische Autohersteller Volvo testet ein autonomes Fahrzeug. Es ist eine Art Generalprobe für ein Projekt bei dem 100 selbstfahrende Autos sich in den Straßen von Göteborg zurechtfinden sollen.

Der Ingenieur Andreas Ekenberg ist einer der Testfahrer: “Wir aktivieren jetzt das System, indem wir hier auf dem Lenkrad einen Knopf drücken. Das System ist jetzt aktiv. Ich kann also meine Füße von den Pedalen nehmen und das Lenkrad loslassen.”

Das “Drive Me” Projekt wird sich auf viele Aspekte konzentrieren. Wie können etwa selbständige Fahrzeuge den Verkehr und die Sicherheit auf den Straßen verbessern? Was sind typische Situationen, in denen diese Autos geeignet sind? Wie können die Fahrer Vertrauen aufbauen und wie reagieren die anderen Verkehrsteilnehmer auf diese selbständigen Autos?

Bei den autonomen Fahrzeugen kommt Technologie zum Einsatz, die für das Volvo System zur Vermeidung von Unfällen entwickelt wurde: Kameras, Laser und digitale Kartendaten. 2017 sollen diese durch eine Verbindung zu einem Rechenzentrum und einem Verkehrskontrollzentrum ergänzt werden. Sobald das geschehen ist, werden die Testfahrzeuge auch in der Lage sein, automatisch die Spur zu wechseln.

Die selbstfahrenden Autos können zudem alleine einparken, ohne Fahrer. Der Fahrer kann das Auto einfach am Eingang eines Parkplatzes zurücklassen und das Auto wird dann alleine einen freien Platz finden und einparken.

Der Managerin Susanne Planath zufolge bleibt der Fahrer dennoch wichtig: “Falls eines Tages alle mit selbstfahrenden Autos unterwegs sind, hoffen wir, dass es so gut wie keine Abstürze des Systems geben wird. Das wäre natürlich ein großer Gewinn. Unser Ziel ist es, die Autos selbständig zu machen, doch das bedeutet nicht, dass der Fahrer keinerlei Verantwortung mehr hat.”

Während Schweden auf eine Zukunft ohne Fahrer zusteuert, sind die Ingenieure in Hongkong mit einem anderen Problem konfrontiert: wachsende Müllberge.

Hongkong Eco Cube: Von Larven, Fliegen und Fischen…

In Hongkong landen jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Allein 2011 wurden knapp fünf Millionen Tonnen auf Müllhalden entsorgt. Experten rechnen damit, dass spätestens 2020 die Müllhalden voll sein werden.

Der Erfinder Jack Cheng kam also auf die Idee, ein Mini-Ökosystem zu erschaffen, das in der Lage ist, Essen zu recyceln. Er taufte es EcoCube. Cheng zufolge kann so Müll in etwas Nützliches verwandelt werden. Wie, das erklärt er selbst: “Also hier haben wir unser neues Entsorgungssystem. Es ist eine Art Ökosystem. Hier sehen Sie das Insekt, es ist eine Soldatenfliege. Sie wird Eier legen, aus denen dann Larven herauskriechen werden. Diese Larven werden die weggeworfenen Lebensmittel essen und dann werden wiederum die Larven von den Fischen gefressen. Wir sammeln auch die Fischexkremente, sie sind ein gutes Düngemittel für Gemüse.”

Einige Larven entkommen den Fischen und wachsen zu Fliegen heran, so dass der ganze Zyklus von vorne anfangen kann. Mit dem Wasser in dem Fischtank wird das Gemüse gegossen.

Prof. Zhu Jingxiang entschied sich bei dem EcoCube für eine kompakte Struktur, denn auf der Insel herrscht Platzmangel: “Wir müssen den vorhandenen Platz voll ausnutzen. Wir können nicht zwischen den Häusern einen großen Hof machen. Wir müssen alles eher vertikal entwerfen. Viele Dinge hängen aus diesem Grund miteinander zusammen.”

Bislang sind zwei EcoCubes im Einsatz, einer neben der Chinesischen Universität Hongkong und ein anderer in der Nähe des Instituts für Berufsausbildung. Noch hat das Unternehmen keine EcoCubes verkauft, voraussichtlich wird ein Cube rund 19.000 Euro kosten.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
Fahrzeuge der Zukunft

hi-tech

Fahrzeuge der Zukunft