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Präsidentschaftswahl in Ägypten: Favorit Al-Sisi lehnt Aussöhnung mit Muslimbruderschaft ab

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Präsidentschaftswahl in Ägypten: Favorit Al-Sisi lehnt Aussöhnung mit Muslimbruderschaft ab

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Im ägyptischen Fernsehen hat der ehemalige Armeechef und aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat Abdul Fattah al-Sisi eine Aussöhnung mit der islamistischen Muslimbruderschaft ausgeschlossen.

Die Festststellung, dass die als terroristische Organisation eingestufte Muslimbruderschaft unter seiner Präsidentschaft wohl keine Rolle mehr spielen werde, beantwortete Al-Sisi:

“Ja. Genau so ist es. Nicht ich habe mit der Muslimbruderschaft gebrochen, sondern die Ägypter. Das ägyptische Volk hat die Bruderschaft bereits zweimal abgelehnt. Einmal im Sommer vergangenen Jahres mit den Massenprotesten, die das Ende für Präsident Mursi einleiteten. Und jetzt richtet sich die Stimmung wieder deutlich gegen sie.”

Die Präsidentschaftswahl ist für die letzte Mai-Woche anberaumt. Einziger Gegenkandidat Al-Sisis ist der linke Politiker Hamdien Sabahi. Er genießt wenig Rückhalt in der Bevölkerung:

“Jeder liebt Al-Sisi. Viele sehen ihn als einen Retter Ägyptens.”

Und ein anderer Ägypter meint:

“Al-Sisis Gegenkandidat Hamdien Sabahi war der Favorit der Jugendlichen während der Ägyptischen Revolution im Januar 2011.
Aber Ägypten braucht einen starken Mann. Al-Sisi hat sich in schwierigen Zeiten gegen den letzten Präsidenten und dessen Regime gestellt. Er steht auch in dieser Zeit seinen Mann.”

Viele Ägypter sehen in dem ehemaligen General Al-Sisi einen Garanten für mehr
Sicherheit und Stabilität. Selbst die ultrareligiösen Salafisten sagten Al-Sisi
am Wochenende ihre Unterstützung zu.