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Ruhe in Slowiansk täuscht

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Ruhe in Slowiansk täuscht

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In Slowiansk im Osten der Ukraine täuscht die augenscheinliche Ruhe. Seit mehreren Tagen sind hier ukrainische Soldaten mit Panzerfahrzeugen und Hubschraubern im sogenannten “Anti-Terror-Einsatz”. Drei Helikopter wurden bereits von den moskautreuen Milizen abgeschossen.

Bei den Gefechten kamen in Reihen der Armee mindestens vier Soldaten ums Leben. Die prorussischen Milizen sprechen auf ihrer Seite von etwa 20 Todesopfern.

“Alles, was uns bleibt, ist die Hoffnung,” erklärt diese moskautreue Einwohnerin von Slowiansk. “Das Hoffen auf Gott, auf Einigkeit und Freundlichkeit. Russland steht für mich für Freundlichkeit. Wir hier sagen: Gott ist im Himmel und Russland auf der Erde. Geistig sind wir vereint.”

Die 125000 Einwohner zählende Stadt ist
strategisch bedeutsam und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Die
Separatisten hier rühmten sich, den Angriff der Regierungstruppen
zurückgeschlagen zu haben. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow räumte ein, dass etwa 800 bewaffnete Separatisten Stellungen halten. Die Dunkelziffer könnte erheblich höher ausfallen.