Eilmeldung

Eilmeldung

Ukrainische Hoffnung Präsidentschaftswahl: Russland weist Mitverantwortung zurück

Sie lesen gerade:

Ukrainische Hoffnung Präsidentschaftswahl: Russland weist Mitverantwortung zurück

Schriftgrösse Aa Aa

30 Außenminister waren nach Wien gekommen, zum Jahrestreffen des Europarates, dem auch Russland angehört. Wichtigstes Thema auch hier: die Ukrainekrise. Nachdem internationale Übereinkünfte wie zuletzt in Genf ergebnislos verhallt sind, hoffen die Außenminister nun vor allem auf die ukrainische Präsidentschaftswahl am 25. Mai. Sie soll die wichtige Brücke schlagen, über den neuen Graben zwischen Ost und West.

Eine Mitverantwortung seines Landes lehnte der russische Außenminister Sergei Lawrow jedoch erneut ab: “Die Ukrainer sind diejenigen, die die Übereinkünfte respektieren müssen. Und damit meine ich sowohl das Regime wie auch die Opposition, weil sie gemeinsam im selben Land leben müssen. Auf Grundlage der Gleichheit und des gegenseitigen Respekts müssen sie die Umsetzung der Genfer Übereinkunft koordinieren.”

Lawrow forderte den Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Osten, eine Beteiligung der Separatisten an weiteren Gesprächen sowie eine Verfassungsänderung vor der Wahl. Falls die Kämpfe weitergingen, sollte die Wahl besser gar nicht stattfinden, sagte Lawrow.

Die jedoch sei Kiews erste Priorität, so der ukrainische Außenminister Andri Deschtschiza: “Wir bitten unsere Partner alles zu tun, um die externe Bedrohung und die von Russland unterstützten Provokationen zu eliminieren, damit die Wahl frei und demokratisch stattfinden kann.”

Deschtschiza forderte die internationale Gemeinschaft auf, weitere Beobachter zu entsenden, um den Ablauf der Wahl zu überwachen.