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Wahlen in Südafrika: ANC von Präsident Jacob Zuma muss mit leichten Verlusten rechnen

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Wahlen in Südafrika: ANC von Präsident Jacob Zuma muss mit leichten Verlusten rechnen

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Etwa 25 Millionen Südafrikaner können am Mittwoch ein neues Parlament und den Nationalrat der Provinzen wählen. Zum Wahlkampfabschluss herrschte trotz Korruptionsskandalen Feierstimmung beim ANC von Präsident Jacob Zuma – dass die Anti-Apartheidspartei zum fünften Mal in Folge die Wahlen gewinnt, gilt als so gut wie sicher. Die Umfragen sagen dem ANC ein Ergebnis von über 60 Prozent voraus.

Doch den Erben des verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela drohen wohl leichte Verluste. Laut den Demoskopen holt die Opposition auf: Die Demokratische Allianz von Parteichefin Helen Zille liegt in den Umfragen bei 23 Prozent. Bei den Wahlen 2009 holte sie nur knapp 17 Prozent der Stimmen. Die Ministerpräsidentin des Westkaps scherzte jüngst über einen möglichen Wahlsieg 2019 – noch haftet der DA jedoch der Makel einer Partei für vornehmlich weiße Wähler an.

Die radikal-linke Partei “Kämpfer für Wirtschaftsfreiheit” (EFF) von Julius Malema gilt als große Unbekannte. Nach seinem Rauswurf aus dem ANC gründete Malema die EFF, die laut Beobachtern vor allem bei den unter hoher Arbeitslosigkeit leidenden jungen Wählern punktet. Sie liegt in den Umfragen bei fünf Prozent.