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Alibaba: Alle wollen das "Krokodil aus dem Jangtse-Strom"

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Alibaba: Alle wollen das "Krokodil aus dem Jangtse-Strom"

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Wie hält man sich als Internet-Unternehmen bedeckt? Die chinesische Handelsplattform Alibaba macht es vor zum Börsengang in den USA vor.

So stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des jüngst (Ende März) abgeschlossenen Geschäftsjahres um mehr als die Hälfte (57 Prozent) auf 4,67 Milliarden Euro (40,5 Milliarden Yuan). 2 Milliarden Euro (17,5 Milliarden Yuan) Gewinn blieben unter dem Strich – mehr als vier Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Sam Hamadeh, Analyst PrivCo (USA):

“Erst haben sie das Google von China auf die Beine gestellt. Dann Groupon von China, Amazon China, eBay von China und PayPal von China. Also, wenn Sie sich ein Unternehmen vorstellen können, mit all dem auf einen Schlag, und das in der am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt – das ist dann Alibaba. Da kommt keiner dran vorbei.”

So ist das chinesische e-commerce-Unternehmen zwar ein Umsatzzwerg im Vergleich etwa zu Amazon mit mehr als zehnmal so viel Umsatz. eBay kommt immer noch locker auf mehr als das Doppelte. Doch aufgepasst: mehr als 230 Millionen Nutzer, das ist konkurrenzfähig.

Jedenfalls sind jetzt viele gespannt auf das , was Alibaba (noch) nicht sagt: Wie sind die Zahlen
seiner einzelnen Handelsplätze wie Taobao oder Tmall? Wann bringt Alibaba seine Aktien unter die Leute, wie viele und vor allem, wo? Es könnte der größte Börsengang einer Technologiefirma aller Zeiten werden.

Alibaba selbst ging im April von einem Firmenwert um 109 Milliarden Dollar aus. Die Börse könnte das Unternehmen Schätzungen zufolge mit mehr als
200 Milliarden Dollar bewerten.

Seine Strategie gab Alibaba-Gründer Jack Ma jedenfalls schon vor knapp 10 Jahren preis: “eBay mag ein Hai im Ozean sein, aber ich bin das Krokodil im Jangtse-Strom.”

su mit dpa, Reuters