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Parlamentswahl in Südafrika beginnt ohne Zwischenfälle

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Parlamentswahl in Südafrika beginnt ohne Zwischenfälle

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Die Parlamentswahlen in Südafrika haben
ohne Zwischenfälle begonnen. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Warteschlangen. Allerdings rechnen Demoskopen angesichts großer Unzufriedenheit über die soziale und
politische Lage mit einer weiter sinkenden Wahlbeteiligung

Der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) und sein Spitzenkandidat, Präsident Jacob Zuma, können trotz zahlreicher Korruptionsskandale mit einem Stimmenanteil von über 60 Prozent rechnen.

Die neue, linksradikale Partei “Kämpfer für
Wirtschaftsfreiheit” (EFF) des Populisten Julius Malema kommt demnach
auf etwa fünf Prozent.

Die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) mit ihrer Spitzenkandidatin Helen Zille kann der Umfrage der “Sunday Times” zufolge mit einem Anstieg auf etwa 23 Prozent rechnen.

“Es ist einer der Erfolge des neuen Südafrika, dass die Leute besser miteinander auskommen,” erklärt Ex-Präsident Frederik Willem de Klerk. Und weiter:
“Es gibt aktuell weniger Spannungen zwischen den unterschiedlichen Rassen und ethnischen Gruppen. Anders als es in manchen Medien dargestellt wird oder von führenden Politikern.”

Mehr als 25 Millionen Südafrikaner sind aufgerufen, das nationale Parlament in Kapstadt und den Nationalrat der Provinzen zu wählen. Im Jahr 2009 lag die Wahlbeteiligung bei knapp 60 Prozent.