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Deutschland: Mit Kohlekraft an die Spitze der Luftverschmutzer

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Deutschland: Mit Kohlekraft an die Spitze der Luftverschmutzer

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Deutschland ist in vielen Bereichen EU-weit Spitze, diesmal allerdings ist die Top-Position wenig ruhmreich. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stößt Deutschland von allen EU-Staaten die meisten Treibhausgase aus. 2013 gab es sogar einen Anstieg um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund: Zum einen laufen in Deutschland die höchst umweltschädlichen Kohlekraftwerke auf Hochtouren, andererseits fordert die gute Konjunktur schlicht ihren Preis.

Die gute Nachricht: EU-weit ist die Emission von CO2 weiter gesunken, und zwar von 2012 auf 2013 im Schnitt um 2,5 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass in den Krisenländern die Produktion zurückgefahren wurde, was auch zu weniger Treibhausgasen führte. Andere Länder, etwa Österreich, schafften es nicht nur gut durch die Krise, ihnen gelang gleichzeitig die Reduktion von Treibhausgasen.

Europa hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Prognosen zufolge könnte das gelingen – zumindest, wenn Deutschland zumindest hier auf seine Spitzenposition verzichtet.