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Dubai: Warten auf die Reisewelle aus dem Iran

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Dubai: Warten auf die Reisewelle aus dem Iran

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Mehr als sechs Dutzend neue Hotels sollen in den kommenden Jahren im Golfemirat Dubai entstehen. Das berichtet ein Informationsdienstleister (Tophotelprojects). Im vergangenen Jahr hat die Stadt am Arabischen Golf rund 11 Millionen Reisende gezählt, gut 10 Prozent mehr als 2012 – und will immer mehr Spaßreisende.

In diesem Jahr könnte der private Tourismus global die Dienstreisen überholen, hieß es auf der Reisemesse Arabian Travel Market in Dubai – die Branche müsse ihre Strategie anpassen.

Khalid Al Zadjali, Tourismus-Ministerium Oman:

“Europa ist einer unserer wichtigsten Märkte. Ein Boom ist das noch nicht. Aber die Zahl der Touristen, der Zimmer, die jedes Jahr neu entstehen, die Infrastruktur, das geht in die richtige Richtung: nachhaltigen Tourismus, rentable Investments in Zukunft.”

Die Spendierhosen der Golfanrainer bleiben freilich zu groß für Europäer und den Rest der fortgeschrittenen Volkswirtschaften, selbst nach der Krise – in Dubai sieht man trotzdem das Glas halb voll:

Issam Kazim, Tourismus- und Handelsmarketing Dubai:

“Zwischen 2012 und 2013 gab es 10,6% Besucherzuwachs, wir haben die 10-Millionen-Marke zum ersten Mal geknackt, mit 11 Millionen.”

Reisende aus Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman geben freilich im Schnitt das 2,6fache für Flugtickets aus, gut das Vierfache für Hotelzimmer und fünfmal so viel für Restaurants. Aber da gibt es ja auch noch den Iran nebenan, als Hoffnungsträger der Region.

David Loiseau, Atlantis Hotel, Dubai:

“Im März waren wir 60% mehr ausgelastet als vor einem Jahr. Ja, wir positionieren uns auf dem iranischen Markt positioniert und der wird weiter wachsen.”

François Chignac, euronews:

“Nach ein paar Jahren der Unsicherheit wächst der Tourismus-Markt in der arabischen Welt wieder und alle Augen richten sich auf die persische Marktöffnung, die erhebliche Chancen bereithält.”