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Jazenjuk: Putins Vorschlag ist nur "heiße Luft"

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Jazenjuk: Putins Vorschlag ist nur "heiße Luft"

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Der amtierende ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat den Vorstoß des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die umstrittene Volksabstimmung im Osten der Ukraine zu verschieben, als “leeres Gerede” zurückgewiesen.

“Es macht keinen Sinn, sich mit heißer Luft zu beschäftigen, besonders für den Präsidenten eines großen Staates. Wenn sich Russland für die Verschiebung des Referendums einsetzt, dann sollte man ihnen sagen, dass für den 11. Mai kein Referendum geplant war. Wenn Terroristen und von Russland unterstützte Separatisten den Befehl erhalten etwas zu verschieben, was es nicht gibt, dann ist das deren innere Angelegenheit”, erklärte Jasenjuk.

Putin hatte nach einem Treffen mit dem OSZE-Vorsitzenden, dem Schweizer Bundespräsidenten Didier Burkhalter, die separatistischen Kräfte in der Ostukraine aufgefordert, die für den 11. Mai vorgesehene Volksabstimmung zu verschieben:

“Ich möchte unterstreichen, dass die geplante Präsidentschaftswahl in Kiew ein Schritt in die richtige Richtung ist. Sie werden aber nichts lösen, wenn nicht alle Bürger der Ukraine wissen, wie ihre Rechte nach dieser Wahl gewahrt werden”, sagte Putin.

Die pro-russischen Separatisten, die Teile der Ostukraine kontrollieren, hatten für den Sonntag eine Volksabstimmung angesetzt, in der über eine Loslösung von Kiew entschieden werden sollte. Sie wollen heute über ihr weiteres Vorgehen beraten. Ein Sprecher der Separatisten sagte, man höchsten Respekt vor Putin und werde dessen Vorschlag prüfen.