Eilmeldung

Eilmeldung

Ruhm und Ehre in Syrien: Innenministerkonferenz in Brüssel sucht Anti-Terror-Strategien

Sie lesen gerade:

Ruhm und Ehre in Syrien: Innenministerkonferenz in Brüssel sucht Anti-Terror-Strategien

Schriftgrösse Aa Aa

Sie versprechen Ehre, Ruhm, und den rechten Weg. Beim Anwerben ausländischer Kämpfer über das Internet für den Bürgerkrieg in Syrien scheinen gerade islamistische Rebellengruppen immer wieder Erfolg zu haben. Auf einer Konferenz in Brüssel tauschten sich am Donnerstag erneut mehrere Länder über Vorbeugungstrategien aus.

Der EU-Koordinator für die Terrorismusbekämpfung Gilles de Kerckove: “Es gibt Jugendliche, die das Abenteuer suchen. Es ist ein bischen traurig, aber sie müssen sich wohl an virtuellen Spielen im Internet satt gespielt haben und glauben jetzt, dass der Krieg das bietet.”

Mit dabei diesmal die Vertreter der Innenministerien aus elf Ländern. Neben Frankreich, Deutschland und den USA nahmen zum ersten Mal auch Jordanien, Marokko, Tunesien und die Türkei teil.

“Unser Ziel ist, sicherzustellen, dass alle juristischen Mittel operationell ausgeschöpft werden, um die jihadistische Szene und ihre Aktivitäten voll auszuleuchten”, so der französische Innenminister Bernard Cazeneuve.

Die belgische Innenministerin Joëlle Milquet sagte: “Ich bin sehr erfreut zu sehen, dass unsere Behörden immer mehr zusammenarbeiten, sich über Ansätze austauschen. Dieser Informationsaustausch macht unsere nationalen Programme effektiver.”

Trotzdem ist die Liste der nötigen Maßnahmen lang, der Verbesserungs- und Koordinationsbedarf enorm.

Euronews-Korrespondent Charles Salamé: “Für Europa ist die Rechnung klar: Je weniger Jihadisten nach Syrien ziehen, desto weniger Personen kehren später als abgehärtete Kämpfer und Terroristen nach Europa zurück. Die schwächste Stelle dieser Strategie ist aber nach wie vor der Informationsaustausch zwischen den Ländern.”