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Syrien: Regierung übernimmt Kontrolle über ehemalige Rebellenhochburg Homs

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Syrien: Regierung übernimmt Kontrolle über ehemalige Rebellenhochburg Homs

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Die Evakuierung der Rebellenkämpfer aus der Altstadt von Homs ist abgeschlossen. Weiter nördlich, im Gebiet der Opposition wurden auch die letzten der mehr als 1200 Kämpfer als Helden empfangen.

Eineinhalb Jahre lang waren sie belagert und zurückgedrängt worden, jetzt durften sie die Altstadt verlassen, im Tausch gegen die Freilassung von rund 70 Gefangenen und andere Zugeständnisse.

In Homs, wo die syrischen Aufstände ihren Anfang nahmen, als Sicherheitskräfte 2011 auf Demonstranten schossen, bietet sich drei Jahre später ein Bild der Zerstörung – eingehüllt in Stille. Nach Jahren des Häuserkampfes und der Belagerung fiel am Donnerstag kein Schuss.

Vertreter der Vereinten Nationen, die den Evakuierungsdeal mit eingefädelt hatten, lobten die Disziplin beider Seiten. “Der Waffenstillstand, den die beiden Seiten mit der Übereinkunft vereinbart haben, wird respektiert. Mit der Hilfe Gottes und der Syrer wird das Ziel erreicht werden”, so Jacoub al-Helou, der Repräsentant des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in Syrien,

Das Staatsfernsehen berichtet, alle Terroristen seien aus Homs vertrieben worden, ein Youtubevideo soll einen kleinen Freudenmarsch zeigen, den Regierungsanhänger nach dem Abzug der Rebellen veranstalteten. Homs ist ein wichtiger Sieg für Präsident Bashar al-Assad, der sich am 3. Juni zu einer dritten Amtszeit wählen lassen will.