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Verdacht auf fahrlässige Tötung: Ermittlungen bei Eigner der südkoreanischen Unglücksfähre

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Verdacht auf fahrlässige Tötung: Ermittlungen bei Eigner der südkoreanischen Unglücksfähre

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Drei Wochen nach dem Fährunglück vor Südkorea haben die Behörden den Chef der Eigentümergesellschaft des Schiffes in Gewahrsam genommen. Laut den Ermittlern könnte schlecht verstaute Fracht zu dem Unglück beigetragen haben. Am Tag des Untergangs soll die Fähre davon bis zu drei mal mehr geladen gehabt haben, als zulässig.

Die Behörden untersuchen nun, ob sich Kim Han-sik der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hat. “Es tut mir sehr leid für die Opfer und ihre Familien. Ich habe eine schwere Sünde begangen”, sagte Kim nach seiner Festnahme. Bereits zuvor waren vier für die Fracht zuständige Mitarbeiter der Eigentümerfirma festgenommen worden.

Inzwischen wurden fast 270 Todesopfer geborgen – einige davon mehrere Kilometer vom der Fähre entfernt, trotz der Netze, die die Suchmannschaften aufgespannt haben. 33 Opfer werden weiterhin vermisst, laut den Behörden wird die Suche nach ihnen möglicherweise Ende der Woche eingestellt.