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Nach Fährunglück: Hinterbliebene wollen Südkoreas Präsidentin treffen

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Nach Fährunglück: Hinterbliebene wollen Südkoreas Präsidentin treffen

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Hinterbliebene der Opfer des südkoreanischen Fährunglücks fordern ein Treffen mit der Staatspräsidentin.

Sie waren in der Hauptstadt Seoul auf dem Weg zum Präsidentenpalast, wurden aber von der Polizei aufgehalten und ließen sich an Ort und Stelle auf der Straße nieder.

Präsidentin Park Geun-hye kam nicht, schickte aber zwei Vertreter.

Hier müssten sie bleiben, man könne nicht zurück, sagt ein Sprecher der Hinterbliebenen. Sie müssten mit der Präsidentin sprechen. An sich müsse man eher sterben als hier wieder wegzugehen.

Bei dem Fährunglück letzten Monat kamen wahrscheinlich rund dreihundert Menschen ums Leben, von 476 Menschen an Bord. Die meisten von ihnen waren Jugendliche
auf einem Ausflug zur Urlaubsinsel Cheju. Vermutlich war das Schiff überladen.

Die Hinterbliebenen kritisieren die Regierung – zum einen wegen des Rettungseinsatzes; zum anderen geben sie ihr eine Mitschuld daran, dass es überhaupt zu dem Unglück kam.