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Odessa gedenkt der Opfer

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Odessa gedenkt der Opfer

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Auch in der Hafenstadt Odessa haben die Menschen des Endes des Zweiten Weltkriegs gedacht, aber ebenso der 40 Opfer, die bei Zusammenstößen zwischen prorussischen und proukrainischen Aktivisten vor wenigen Tagen erst gestorben waren. Die meisten wurden beim Brand im Gewerkschaftshaus getötet.

Eine Frau sagt: “Ich dachte immer, ich lebe in einer ruhigen Stadt. Dass so etwas hier passieren konnte. Wir haben Blumen gebracht, für die, die im Gewerkschaftshaus umgekommen sind. Ihr Tod war so sinnlos.”

Der heutige 9. Mai stand in Odessa eindeutig im Zeichen Angst. Die Menschen hier fürchten, dass es wieder zu Ausschreitungen kommen könnte. Doch beide Seiten – die, die für Kiew und die, die für Russland sind, – sagen, dass sie keine Gewalt wollen.

In Odessa ist die Lage anders als in Lugansk und Donetzk. Nach Angaben des Internationalen Kiewer Instituts für Soziologie lehnt eine Mehrheit, nämlich 78 Prozent der Menschen in Odessa, einen Anschluss an Russland ab.