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Putin will Siegesparade auf der Krim abnehmen

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Putin will Siegesparade auf der Krim abnehmen

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Noch fehlt eine offizielle Bestätigung aus Moskau: Die heutige Siegerparade am Schwarzmeerhafen Sewastopol auf der Krim will Russlands Präsident Wladimir Putin persönlich abnehmen. Wie es aus Regierungskreisen hieß, will er vormittags zunächst in Moskau den Feierlichkeiten zum Gedenken an den Sieg über Nazideutschland beiwohnen und dann mit Regierungschef Dimitri Mewedjew auf die von Russland annektierte Krim reisen. Während Brüssel das noch als Zeichen dafür wertet, dass Putin die Ukraine-Krise nicht beilegen will, trifft dessen zugesagte Teilnahme an den Gedenkfeiern zum “D-Day” am 6. Juni in der Normandie bei Frankreichs Präsident Francois Hollande auf Zustimmung. “Man kann Meinungsverschiedenheiten mit Wladimir Putin haben”, erklärte Hollande in Hinblick auf die Ukraine-Krise. “Aber das russische Volk hat im zweiten Weltkrieg Millionen Leben für unsere Freiheit geopfert. Hätte es die Ostfront nicht gegeben, wäre es nie zur Landung der Alliierten in der Normandie gekommen, der wir am 6. Juni gedenken. Deswegen ist Vladimir Putin als Repräsentant des russischen Volkes zu den Feierlichkeiten willkommen.” Die Sowjetunion hatte die meisten Toten im Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Man geht heute von mindestens 25 Millionen Todesopfern aus.