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"Tag des Sieges": Putin auf der Krim gelandet

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"Tag des Sieges": Putin auf der Krim gelandet

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Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach den Feierlichkeiten zum “Tag des Sieges” in Moskau in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim gelandet. Dort findet am Freitag eine weitere Siegesfeier statt. Putins Besuch auf der von Russland annektierten Halbinsel dürfte in Kiew und vielen westlichen Staaten als Provokation wahrgenommen werden. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte entsprechende Pläne des russischen Staatsoberhauptes zuvor kritisiert.

Zuvor hatte Putin in Moskau in einer patriotischen Rede bei der Militärparade zur Feier des Endes des Zweiten Weltkrieges der Opfer gedacht. Bei den 69. Feierlichkeiten zum Sieg über Hitler-Deutschland erwähnte der Kreml-Chef die Krise in der Ukraine nicht – angesichts des Konfliktes galt die Parade auf dem Roten Platz in Moskau aber auch als Demonstration der Stärke.

Putin: “Heute ist der Tag des nationalen Triumphs, des Volksstolzes, der Trauer und der ewigen Erinnerung. Es ist der Feiertag, an dem wir die allmächtige Kraft des Patriotismus feiern; der Tag, an dem wir alle ganz besonders spüren, was es bedeutet, loyal zum Vaterland zu sein und wie wichtig es ist, dessen Interessen zu verteidigen.”

Der 9. Mai ist der wichtigste staatliche Feiertag in Russland – das Ende des Zweiten Weltkrieges wird nirgendwo so groß gefeiert wie in Moskau. Mit mehr als 25 Millionen Toten hatte die Sowjetunion im Krieg gegen die Nazis am meisten Opfer zu beklagen.

Putin: “Es war unser Land, das die Nazis bis in ihre letzten Verstecke jagte und dafür sorgte, dass sie endgültig und bedingungslos kapitulieren mussten. Wir haben gewonnen und dafür den Preis von Millionen Opfern und schrecklichen Katastrophen gezahlt. Wir werden diese heilige Wahrheit immer bewahren und niemandem erlauben, die Helden zu vergessen oder zu verraten.”