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Werbung: Megafusion Omnicom/Publicis kaputtgemenschelt

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Werbung: Megafusion Omnicom/Publicis kaputtgemenschelt

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Der Branchenmatador WPP reibt sich die Hände: Der Versuch, die größte Werbeagentur der Welt mit Sitz in Großbritannien zu überholen, ist gescheitert.

Aus der geplanten 35 Milliarden Dollar schweren Fusion (Marktwert) der US-Firma Omnicom mit der französischen Publicis wird nichts. “Wir haben uns entschieden, dass jeder seinen Weg alleine weiter beschreitet”, erklärten die beiden.

John Foley, Reuters:

“Diese beiden Unternehmen waren auf dem Papier die perfekten Fusionkandidaten. Sie sind beide etwa gleich groß, aus der gleichen Branche, das gäbe rund 500 Millionen Dollar weniger Kosten pro Jahr. Und die Chefs zogen die Sache durch. Was sie versäumt haben: Sich um das Menschliche zu kümmern. Wer kriegt welchen Job, was denken die Kunden, was die Kartellbehörden und was der Steuer-Beamte. Und aus diesen Gründen ist der Deal schließlich flachgefallen.”

Zusammen hätten Omnicom und Publicis WPP mit seinen 13,5 Milliarden Euro Umsatz um fast ein Drittel abgehängt.

Die Aktionäre der beiden Agenturen sollten jeweils rund 50 Prozent des Aktienkapitals des neuen amerikanisch-französischen Werbegiganten erhalten.

Die Herausforderungen seien zu groß gewesen, so die Firmen über die gescheiterte Fusion. Streit über Konditionen und um den Posten des Finanzchefs nennt ein Insider als Gründe. Andere meinen: Die beiden Konzernspitzen hätten sich nicht darauf verständigen können, wer denn nun am Ende wen übernimmt.

su mit Reuters, dpa