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Nigeria: UN verurteilt Entführung durch Boko Haram

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Nigeria: UN verurteilt Entführung durch Boko Haram

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Im Fall der entführten nigerianischen Schülerinnen steigt der Druck der internationalen Gemeinschaft, die mehr als 200 Mädchen zu befreien. Die UN verurteilte die Tat der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram scharf. Die Entführer hatten angekündigt, die Schülerinnen versklaven zu wollen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erwäge, “angemessene Maßnahmen” gegen Boko Haram zu ergreifen, hieß es in einer Mitteilung.

Fast vier Wochen nach der Entführung hält der internationale Protest an. Die Demonstranten zeigen sich solidarisch mit der nigerianischen Regierung, doch die Kritik an der Führung um Präsident Goodluck Jonathan wächst. Der Hilfsorganisation Amnesty International zufolge, griff die Armee trotz Vorwarnung nicht ein. Jonathan hatte die internationale Hilfe zunächst nur zögerlich ins Land gelassen. “Als Vater und als Präsident dieses Landes fühle ich Schmerz, ich kann nicht ruhig schlafen, und ich werde so lange nicht ruhig schlafen, bis diese Mädchen sicher zurück bei ihren Eltern sind”, so der Präsident.

Die Twitter-Kampagne #Bringbackourgirls mobilisierte online weltweit Hunderttausende, darunter auch Michelle Obama. Die First Lady nutzte zudem eine wöchentliche Rundfunkansprache, um die Entführung erneut zu kritisieren und ihr Mitgefühl zu äußern. Die Ansprache hält üblicherweise der US-Präsident.