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Referendum in Slowiansk: Fest stehen nur die Barrikaden

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Referendum in Slowiansk: Fest stehen nur die Barrikaden

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Wahlen in der Ostukraine: Auch im nördlich von Donezk gelegenen Slowiansk wird abgestimmt. Das Referendum verlief bisher weitestgehend ruhig. Kurz vor Öffnung der Wahllokale am frühen Morgen und außerdem in der Nacht wurden in der Umgebung der Stadt erneute Gefechte gemeldet. Ukrainische Medien sprechen von zwei Verletzten unter den Sicherheitskräften.

“Es wurde geschossen, aber wir haben bereits so sehr gelitten, dass wir keine Angst mehr vor Schüssen haben”, so dieser Bewohner. “Wenn die Wahl ganz normal stattfindet, dann werden die Schießereien aufhören und alles wird gut ablaufen.”

Das Referendum wird international und auch in Kiew nicht anerkannt. Die Übergangsregierung warnte die Regionen vor einer Spaltung. Eine Selbstverwaltung würde den wirtschaftlichen Ruin bedeuten – die Bevölkerung in Slowiansk lässt sich davon nach Angaben der selbst ernannten Wahlleiterin nicht beeinflussen. Bis zur Mittagszeit hätten fast 70 Prozent der Bewohner gewählt, sagt sie. “Die Wahlbeteiligung ist wirklich gut.”

Überprüfen lässt sich das, wie auch in den anderen Städten der Region, nicht. Fest stehen in der Ostukraine nur die Barrikaden der Aufständischen.