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Aktivisten fordern: Mädchen finden, jetzt und lebend!

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Aktivisten fordern: Mädchen finden, jetzt und lebend!

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Einen Monat nach der Entführung von über 200 Schülerinnen in Nordnigeria hat die islamistische Terrorgruppe Boko Haram ihre Geiseln erstmals in einem Video gezeigt. Der Chef der Boko Haram, Abubakar Shekau, erklärte, die Geiseln seien zum Islam konvertiert.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren würden freigelassen, wenn die Regierung alle inhaftierten Boko-Haram-Mitglieder aus dem Gefängnis entlasse. Hierzu sei Boko Haram bereit, mit der nigerianischen Regierung zu verhandeln. In dem knapp 30-minütigen Filmmaterial sind rund 130 der Mädchen sehen.

In der nigerianischen Metropole Lagos gingen Hunderte Menschen auf die Straße. Sie werfen der Regierung Untätigkeit vor. Aktivistin Joei Odumakin erklärte: “Die Mädchen müssen unbedingt gefunden werden, und zwar lebend. Wir halten jetzt zwei Wochen lang Aktionen im ganzen Land ab und wenn sich innerhalb der nächsten zwei Wochen nichts tut, dann demonstrieren wir alle halb-nackt in Chibok.”

Die Mädchen waren Mitte April aus ihrer Schule in dem Ort Chibok im Bundesstaat Borno verschleppt worden. In einem ersten Bekennervideo hatte der Boko-Haram-Anführer in der vergangenen Woche erklärt, er werde die Geiseln als Sklavinnen verkaufen.