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Murdoch will Pay-TV-Geschäft ent-schachteln

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Murdoch will Pay-TV-Geschäft ent-schachteln

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Rupert Murdoch will seine Pay-TV-Geschäfte in Europa neu sortieren. Dabei sollen nach Medienberichten die beiden Sender Sky Deutschland und Sky Italia dem britischen TV-Konzern BSkyB zugeschlagen werden.

Bisher ist der von Murdoch gesteuerte
amerikanische Medienkonzern 21st Century Fox Mehrheitseigner von Sky Deutschland und Alleineigentümer von Sky Italia. 21st Century Fox hält seinerseits 39 Prozent an BSkyB. Sollte die britische Gesellschaft die Deutschen und die Italiener übernehmen, gäbe Murdoch allerdings seine Mehrheit an beiden Sendern aus der Hand.

Will BSkyB die Sky-Deutschland-Anteile übernehmen, müsste der Konzern den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Der Anteil an Sky Deutschland, den Murdoch über Fox hält, ist zum Schlusskurs vom Freitag rund drei Milliarden Euro wert. Der Medienmogul hatte das defizitäre deutsche Pay-TV-Geschäft Jahre lang mit Milliarden gepäppelt, nun scheinen dort Gewinne in Reichweite.

Bisher gebe es keinerlei Vereinbarung, betonten 21st Century Fox und BSkyB.

Murdoch hatte schon vor zwei Jahren versucht, seinen Einfluss auf den gewinnträchtigen Fernseh-und Telekommunikationskonzern BSkyB zu erhöhen. Der Anlauf zur Entschachtelung war aber gescheitert – der Abhörskandal bei seinen britischen Zeitungen machte Murdoch einen Strich durch die Rechnung.

su mit Reuters, dpa