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Flüchtlinge: Italien von EU im Stich gelassen

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Flüchtlinge: Italien von EU im Stich gelassen

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Nach dem neuen Unglück mit mindestens 17 toten Flüchtlingen vor der Insel Lampedusa hat Italien mehr Unterstützung von der EU gefordert. Die EU lasse Italien mit dem Flüchtlingsproblem im Stich, kritisierte Regierungschef Matteo Renzi in Rom. Staaten und Banken könne die EU retten, aber Italien müsse allein mit den Flüchtlingen fertig werden.

Auch der italienische Innenminister Angelino Alfano machte Brüssel schwere Vorwürfe: “Europa hilft uns nicht bei der Bergung der Toten, vielleicht hilft Europa uns wenigstens bei den Überlebenden. Denn die, denen wir jetzt Asyl gewähren, schicken wir weiter in andere Länder. Italien kann doch nicht ein Gefängnis für politische Flüchtlinge werden.”

Italienische Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, an Bord des Schiffes seien Hunderte Menschen gewesen, von denen Dutzende noch vermisst würden.