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Geiseldrama in Nigeria: Widersprüche um Verhandlungen

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Geiseldrama in Nigeria: Widersprüche um Verhandlungen

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Nigerias Präsident Goodluck Jonathan bleibt hart. Seine Regierung lehnt offizielle Verhandlungen mit den Boko Haram Rebellen über die Freilassung der mehr als 200 entführten Schülerinnen ab. Sie werden an einem unbekannten Ort festgehalten.

Allerdings bekundete Nigerias Minister für Sonderaufgaben, Tanimu Turaki, gegenüber einem britischen TV-Sender zumindest die Bereitschaft zu Gesprächen mit Rebellenführer Abubakar Shekau. Dieser hatte einen Austausch der Geiseln gegen inhaftierte Rebellen gefordert.

Die überwiegend christlichen Mädchen waren vor einem Monat aus einer ähnlichen Schule wie dieser im Norden des Landes verschleppt worden. Ihr Schicksal berührt Schülerinnen in ganz Nigeria:

“Ich bin sehr traurig. Die Mädchen sollten jetzt genau wie wir ihre Abschlussarbeiten schreiben.”

“Eigentlich komme ich gerne in die Schule, aber ich sorge mich um die Sicherheit in Nigeria.”

Die Suche nach den Geiseln wurde intensiviert. Mittlerweile unterstützen die USA das nigerianische Militär mit Flugzeugen. Präsident Jonathan kündigte zudem an, den den vor einem Jahr verhängten Ausnahmezustand in drei Bundesstaaten um sechs Monate verlängern zu wollen.