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Thailand: Regierungsgegner lehnen Neuwahlen ohne Reformen weiter ab

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Thailand: Regierungsgegner lehnen Neuwahlen ohne Reformen weiter ab

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Während der Feierlichkeiten zum Geburtstag Buddhas in Thailand hat die Opposition die Einsetzung eines neutralen Interims-Ministerpräsidenten gefordert.

Die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra wurde vom Verfassungsgericht vergangene Woche wegen angeblicher Vetternwirtschaft ihres Amtes enthoben, führt die Regierungsgeschäfte aber kommissarisch weiter. Die von der Regierung angestrebten Neuwahlen am 20. Juli lehnt die Opposition ebenfalls ab.

“Die Regierungsunterstützer werden mit dem vorgeschlagenen neutralen Ministerpräsidenten nicht einverstanden sein, weil sie so Einfluss verlieren”, meint ein oppositioneller Demonstrant. “Wir, die Opposition, wollen zwar auch Wahlen, aber zuerst wollen wir politische Reformen.”

Der thailändische König hat den geplanten Wahltermin bisher nicht bestätigt.

Seit gut sechs Monaten tragen die von der Landbevölkerung gestützte Regierung und die königstreue Opposition ihren Konflikt nun auf der Straße aus, dabei starben bisher 25 Menschen. Beobachter sprechen von der schwersten Krise in der modernen Geschichte Thailands.