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Wachstumsdelle in China: "Cool bleiben"

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Wachstumsdelle in China: "Cool bleiben"

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China will die heimische Konjunktur anschieben, wenn nötig. Das sagte der Vize-Finanzminister Zhu Guangyao nach einem Treffen mit US-Finanzminister Jack Lew. Aber so weit sei es noch nicht. Kleine Wachstumsdellen werde man nicht ausbügeln. Und Chinas Grundtrend sei intakt.

Dabei schwächelte Chinas Wirtschaft im April quer durch alle Branchen; Produktion, Investitionen und Konsum verfehlten die Markterwartungen.

Die Industrieproduktion wächst zwar weiter, hat im April aber nochmal an Dynamik verloren. 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr, so die Statistikbehörde – das niedrigste Produktionswachstum seit April 2009.

Mit Ausnahmen, so der Statistiker Pan Jiancheng vom nationalen Statistikamt:

“Verglichen mit den Durchschnittswerten in den vergangenen zwei Jahren wird in Immobilien immer noch kräftig investiert, das wird stetig mehr.”

Chinas Zentralbank hat nach Medienberichten (Reuters) die Banken gebeten, Immobilienkredite zu vernünftigen Zinsen zügig zu bearbeiten, um einen Einbruch zu vermeiden.

Die Umsatzerlöse aus Immobilienverkäufen waren in den ersten vier Monaten des Jahres 7,8 Prozent schwächer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so die Statistik.

So mancher Analyst bezweifelt, dass das von Chinas Führung angepeilte Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent ohne Konjunkturprogramm noch zu schaffen ist.

China stehe zu seinem Wort an die Vereinigten Staaten, sein Währungsmanagement zu reformieren, sagte Zhu. Die Obama-Regierung hatte Peking im letzten Monat verwarnt: Der Yuan sei zu schwach.

“Cool bleiben” – das hatte Chinas Präsident Xi Jinping letzte Woche als Motto verkündet. Das Land müsse eine neue Wachstumsformel finden und sich von einer Konjunkturschwäche nicht verrückt machen lassen.
Solides Wirtschaftswachstum und soziale Stabilität blieben die Hauptziele.

su mit Reuters

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