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Grubenunglück in der Türkei: Mehr als 200 Kumpel erstickt

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Grubenunglück in der Türkei: Mehr als 200 Kumpel erstickt

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Mindestens 201 Bergleute sind bei einem Grubenunglück in der westtürkischen Provinz Manisa ums Leben gekommen. Die meisten starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung.

Nach Angaben von Energieminister Taner Yildiz befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion 787 Arbeiter in den Stollen, über 300 wurden zum Teil verletzt geborgen. Noch immer sind rund 200 Männer eingeschlossen. Aufgrund eines Brandes in einem Belüftungsschacht mussten die Rettungsmaßnahmen zeitweilig unterbrochen werden.

Nach einer Explosion war in der Zeche in zwölf Kilometer Tiefe ein Feuer ausgebrochen, das später gelöscht werden konnte. Die Behörden teilten mit, das Bergwerk sei erst Mitte März dieses Jahres einer Sicherheitskontrolle unterzogen worden, Mängel hätte man dabei nicht entdeckt.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte aufgrund des Unglücks eine Albanienreise ab. Um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen, wird er voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages am Ort des Geschehens eintreffen.