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Längster Bergbaustreik in Südafrika entzweit Arbeitnehmer

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Längster Bergbaustreik in Südafrika entzweit Arbeitnehmer

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Der längste Streik in der Geschichte des Bergbaus in Südafrika entzweit zunehmend die Arbeitnehmerschaft.

Mit Stöcken bewaffnete Angehörige der Gewerkschaft der Minen- und Bauarbeiter AMCU versuchten am Mittwochmorgen erneut, anderen Arbeitern und Gewerkschaften den Zugang zu den Minen zu verwehren.

Der seit vier Monaten anhaltende Streik hat die Förderfirmen Lonmin, Anglo American und Impala Platinum empfindlich getroffen, die globale Platinproduktion ist um 40 Prozent eingebrochen. Die rund 70.000 streikenden Bergleute fordern eine größere Beteiligung am Rohstoffreichtum des Landes und eine Anhebung des Monatslohns auf 885 Euro, doch ihre Lohnausfälle durch den Streik werden zunehmen untragbar.

Nachdem mindestens drei Arbeiter ermordet aufgefunden wurden, stellt die Polizei nun zusätzliche Polizeikräfte in die Minenregion ab, um arbeitswilligen Bergleute zu den Minen zu eskortieren. An der Lonmin-Marikana-Mine, wo die Polizei im Jahr 2012 34 streikenden Arbeit erschoss, standen gepanzerte Wagen bereit.