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Na dann prost: USA größter Weinmarkt

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Na dann prost: USA größter Weinmarkt

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Die USA sind im vergangenen Jahr zum größten Weinmarkt der Welt geworden. Die Amerikaner verdrängten die Franzosen beim Konsum auf den zweiten Platz, so die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV).

Der Durchschnittsfranzose habe 2011 gut 20 Prozent weniger Wein getrunken als 2002, der Amerikaner im Schnitt fast 17 Prozent mehr.

Demnach wurden in den USA 2013 29,1 Millionen Hektoliter geschluckt, ein halbes Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Frankreich brach der Weinkonsum dagegen um fast sieben Prozent ein auf 28,1 Millionen Hektoliter.

Die Deutschen liegen mit rund 20,3 Millionen Hektolitern auf Platz vier hinter Italien, 21,7 Millionen Hektoliter.

Pro Kopf bleibt der Franzose allerdings unschlagbar: 2011 leerte er im Schnitt 1,2 Flaschen pro Woche – etwa sechs Mal so viel wie ein Amerikaner.

Anthony Riboli – Winzer, Los Angeles:

“Ich meine, früher war Wein ein Luxus, sehr teuer, das war sein Image. Jetzt sieht man Leute, die sagen, ‘hey ich kann eine tolle Flasche Wein für nicht mal zwanzig Dollar kriegen oder unter 15 Dollar. Oder ein schönes Glas Wein zum Abendessen.’ Das sind die neuen Trends, ich meine, die halten. Die Leute entdecken Wein als Nationalgetränk.”

Weltweit wurde 2013 allerdings rund ein Sechstel mehr Wein in Flaschen gefüllt (278,6 Millionen hl) mehr produziert als in Gläser (238,7 Millionen hl) und rund ein Prozent weniger getrunken. Der Weinumsatz stieg trotzdem von 25,3 auf 25,7 Milliarden Euro, weil die Winzer trotz Überangebots ein Kunststück schafften: Sie drückten 2,62 (2013: 2,53) Euro als durchschnittlichen Literpreis durch, Jahrhundertrekord bisher.

su mit Reuters, dpa