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Schwere Ausschreitungen bei anti-chinesischen Protesten in Vietnam

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Schwere Ausschreitungen bei anti-chinesischen Protesten in Vietnam

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In Vietnam sind bei anti-chinesischen Protesten etwa 100 Fabriken zum Teil schwer beschädigt worden. Betroffen waren neben chinesischen auch taiwanesische Produktionsstätten, die unter anderem westliche Sportartkelhersteller beliefern.

Sicherheitskräfte nahmen nach Angaben vietnamesischer Medien 191 Menschen fest.

Zuvor hatten mehr als 10.000 Vietnamesen in zwei Industriezonen demonstriert. Auch ihr Protest richtet sich gegen den Bau einer chinesischen Ölplattform in einem Gebiet vor der vietnamesischen Küste, das beide Nationen für sich beanspruchen.
Nach den ausufernden Protesten bestellte Taiwan den vietnamesischen Botschafter ein. Auch Chinas Außenministerium reagierte durch Sprecherin Hua Chunying:

“Wer ist hier der Provokateur und wer ist das Opfer? Wer möchte die gegenwärtige Lage beruhigen? Und wer will die Situation eskalieren lassen? Ich glaube, die Antworten liegen auf der Hand. Es ist schwierig, Vietnam nicht als Provokateur zu bezeichnen.”

Die chinesische Ölplattform liegt rund 200 Kilometer vor Vietnam im Südchinesischen Meer und ist bereits länger ein Streitobjekt. In dem Seegebiet wurden vergangene Woche von chinesischen Begleitschiffen aus vietnamesische Boote mit Wasserkanonen auf Distanz gehalten. Mehrere Schiffe kamen sich gefährlich nahe. Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) mahnte bereits beide Seiten zur Zurückhaltung in dem Territorialkonflikt.

SOT Hua Chunying, Chin. Außenministerium
“Wer ist hier der Provokateur und wer ist das Opfer?(, frage ich?) Wer möchte die gegenwärtigen Lage beruhigen? Und wer will die Situation eskalieren lassen? Ich glaube, die Antworten liegen auf der Hand.
Es ist schwierig, Vietnam nicht als Provokateur zu bezeichnen.”