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Afghanische Präsidentschaft: Abdullah und Ghani treten zur Stichwahl an

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Afghanische Präsidentschaft: Abdullah und Ghani treten zur Stichwahl an

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Die erste Runde der Präsidentschaftswahl gilt als Erfolg für Afghanistan, einem Land, das bald eigenverantwortlich als Demokratie bestehen soll. Nun müssen die beiden stärksten Kandidaten, Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani, in die zweite Runde – die Stichwahl. Das gab jetzt die Wahlkommission bekannt.

Abdullah Abdullah, ein ehemaliger Anführer der afghanischen Nordallianz, gilt als Favorit für das Präsidentenamt. Mit 45 Prozent liegt er vor seinem Mitbewerber, dem ehemaligen Weltbank-Ökonomen Aschraf Ghani, der 31,6 Prozent erhielt.

Der ehemalige Außenminister Zalmai Rassoul ist damit aus dem Rennen, während Präsident Hamid Karzei nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf.

Die Wahlbeteiligung beim ersten Wahlgang war Beobachtern zufolge ermutigend: Gut 58 Prozent gaben ihre Stimme Anfang April trotz Taliban-Drohungen ab. Laut der Wahlkommission kam es außerdem zu weniger Fällen von Wahlbetrug, nur etwa 300.000 Stimmen seien annulliert worden.

Am 14 Juni sollen die Afghanen jetzt noch einmal an die Urnen. Den neuen Präsidenten will die Walhkommission dann am 22. Juli bekannt geben.