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Anhaltende Kämpfe in der Ukraine: Das Land spaltet sich weiter

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Anhaltende Kämpfe in der Ukraine: Das Land spaltet sich weiter

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Nach den Referenden vom Wochenende und einem runden Tisch mit Krisengesprächen in Kiew stehen die Zeichen in der Ostukraine weiter auf Konfrontation. Die prorussischen Separatisten in der Region Donezk stellten den Regierungstruppen am Donnerstag ein Ultimatum, sich bis zum Abend, 21 Uhr Ortszeit, zurückzuziehen. Ansonsten werde man mit Gewalt reagieren.

In Kramatorsk nahe Donezk hatten die Rebellen den Sondereinheiten am Dienstag mit einem Hinterhalt die bisher empfindlichsten Verluste zugefügt. Kiew sprach von sieben, die Separatisten von elf Toten auf Seiten der Regierungstruppen. Auch von Mittwoch auf Donnerstag gingen die Kämpfe weiter.

Am Verhandlungstisch begegnete sich die beiden Seiten unterdessen garnicht. Zu einem ersten runden Tisch am Mittwoch in Kiew, Teil des Friedensplans der OSZE, waren die Separatisten nicht eingeladen. Abgeordnete, Angehörige der Regionalverwaltungen und Vertreter der Religionsgruppen sprachen dort über eine Neugestaltung des Landes und eine mögliche Dezentralisierung.

Die Separatisten bezeichneten den runden Tisch als bedeutungslos. Aus der Region Luhansk, die sich wie Donezk am Montag für unabhängig erklärte, hieß es, man werde auch an der Präsidentwahl am 25. Mai nicht teilnehmen.

Einen Präsidenten gültig wählen könnte die Ukraine wohl auch ohne Beteiligung des Ostens. Nach ukrainischem Recht müssten daran nicht zwingend alle Regionen teilnehmen, so die Wahlkommission.