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Damián Szifrons argentinische Geschichten im Wettbewerb von Cannes

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Damián Szifrons argentinische Geschichten im Wettbewerb von Cannes

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Zu den Newcomern des diesjährigen Filmfestivals von Cannes gehört der Argentinier Damián Szifron. Sein bitterböser Streifen “Relatos Salvajes” ist im Wettbewerb um die Goldene Palme. Szifron kann es immer noch nicht fassen, dass er zum Klub der illustren Filmemacher gehört.

Damián Szifron: “Im Vergleich zu all den anderen, gehöre ich eindeutig nicht auf die Liste. Aber das macht mir keine Angst. Bei Kino geht es nicht um Wettbewerb, das liegt nicht in der Natur der Sache. Man macht einen Film und verbringt viel Zeit damit, unzählige Entscheidungen zu treffen, die einzig und allein mit dem Film zu tun haben, mit den Kollegen, die daran beteiligt sind, Produzenten oder Schauspieler. Aber es geht nicht darum, mit jemandem in Konkurrenz zu treten.”

Der Ensemblefilm zeigt Menschen in Wut, auf dem schmalen Grat zwischen Zivilisation und Barbarei. Ein bisschen wie in Roman Planskis “Gott des Gemetzels”. “Wild Tales” lautet der englische Titel des Films, also wilde Erzählungen. Ein wesentlicher Punkt für den Regisseur.

Damián Szifron: “Ich mag Fiktion, das Erzählen von Geschichten, und ich würde sagen, dass der Film diesen Aspekt erkundet und weiter gibt. Auch in meinen anderen Arbeiten spürt man die Liebe zur Fiktion. Ich bin keiner dieser Filmemacher, denen es um eine möglichst realistische Darstellung geht.”

Der in Argentinien gedreht Streifen wurde vom Spanier Pedro Almodóvar ko-produziert. Damián Szifron ist der einzige südamerikanische Vertreter im diesjährigen Wettbewerb. Das Festival von Cannes geht bis zum 25. Mai.