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Ein Tick mehr Euro-Inflation - "wichtigster Indikator" für die EZB

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Ein Tick mehr Euro-Inflation - "wichtigster Indikator" für die EZB

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0,7 Prozent jährliche Geldentwertung hat das europäische Statistikamt Eurostat für April in der Eurozone errechnet – 0,2 Punkte mehr als im März. Die Europäische Zentralbank peilt knapp 2 Prozent an – das könnte aber dauern, meinen Experten.

Laut Beobachtern der EZB-Geldpolitik, die alle drei Monate befragt werden, dürfte die Teuerungsrate bis zum Jahr 2016 maximal auf 1,5 Prozent klettern, so die Zentralbank.

Die Fachleute revidierten ihre Prognosen damit nach unten. Für dieses Jahr hatten sie noch im Februar 1,1 Prozent Teuerung erwartet, nun rechnen sie mit nur noch 0,9 Prozent. Für 2015 sollen es 1,3 Prozent werden statt 1,4. Für 2016 hatten sie im Februar noch 1,7 Prozent geschätzt. Erst langfristig sehen die 55 befragten EZB-Beobachter die Teuerung bei 1,8 (1,9) Prozent.

Die Gefahr einer Deflation, einer ruinösen Abwärtsspirale von Preisen, Löhnen und Investitionen, besteht nach ihrer Ansicht aber dennoch nicht. (Eher drücke der starke Euro über den Umweg sinkender Importpreise die Teuerung insgesamt.

Laut EZB-Vizepräsident Vitor Constancio sind die weiteren Inflationsaussichten der EZB-eigenen Volkswirte bei der nächsten Zinsentscheidung am 5. Juni “der wichtigste Indikator für unsere Entscheidungsfindung”.

su mit Reuters