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Selbstverteidigung: Japans Abschied vom Pazifismus?

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Selbstverteidigung: Japans Abschied vom Pazifismus?

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Neue Sicherheitspolitik in Japan: Ministerpräsident Shinzo Abe will künftig eine größere Rolle für sein Militär. Sein Land soll ein kollektives Recht auf Selbstverteidigung haben, das bedeutet, dass Japan in Konflikten an der Seite von Verbündeten kämpft, selbst wenn Japan nicht direkt angegriffen wird. Abe versicherte: “Wir werden weiterhin dem Pazifismus, den unsere Verfassung vorschreibt, treu bleiben.”

Seine Äußerungen sorgten dennoch für Beunruhigung in der Region. Südkorea warnte, es werde Japans militärische Aktionen im Auge behalten. China sprach von negativen Aktionen und zeigte sich besorgt: “Wir fordern Japan auf, die berechtigten Bedenken der anderen Länder in der Region zu respektieren und weiter einen friedlichen Weg zu beschreiten. Japan sollte sich der Geschichte stellen, darüber nachdenken und sich darum bemühen, Frieden und Stabilität in der Region zu erhalten.”

Abes Initiative droht die bereits angespannten Beziehungen zwischen Japan und China weiter zu belasten. Die USA hingegen würden eine Änderung der japanischen Sicherheitspolitik begrüßen.