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Trauer und Verzweiflung in Soma

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Trauer und Verzweiflung in Soma

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Zwei Tage nach dem verheerenden Grubenunglück in der Türkei mit mehr als 280 Toten sind in Soma viele der getöteten Kumpel beerdigt worden. Mit Hilfe von Freiwilligen wurden mehr als 200 Gräber ausgehoben. In Soma kann niemand mit Sicherheit sagen, wie viele Menschen noch in der Mine gefangen sind. Hunderte sind tot oder verletzt.

Teams von Helfern arbeiten nach wie vor rund um die Uhr, um den Familien zumindest die Leichen ihrer Angehörigen für ein Begräbnis übergeben zu können. Die Überlebenden haben Schlimmes durchgemacht. Die geretteten Kumpel sahen ihre Freunde und Kollegen sterben. Sie erstickten an giftigen Gasen, waren umgeben von Feuer und Rauch.

In Soma steht den Menschen der Schock ins Gesicht geschrieben. Doch alle wissen: Wenn die Retter abgezogen sind, müssen die Bergleute wieder unter Tage. Selbst der höchstbezahlte Bergarbeiter verdient umgerechnet nur etwa 440 Euro im Monat.