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Ukraine: Separatisten-Ultimatum bringt Konfliktparteien auf Konfrontationskurs

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Ukraine: Separatisten-Ultimatum bringt Konfliktparteien auf Konfrontationskurs

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Das Ultimatum der Separatisten an Kiew lässt die Anspannung in der Ukraine weiter wachsen. Bis zum Abend sollen sich die Regierungstruppen zurückziehen, sonst werde man diese mit Gewalt zum Abzug zwingen, so gestern ein Vertreter der selbst-ausgerufenen Volksrepublik Donezk.

Tagsüber schufen die Separatisten weiter Fakten und montierten ukrainische Symbole von öffentlichen Gebäuden ab. Auch die übrigen Verwaltungsgebäude sollen Farbe für die Unabhängigkeit bekennen. Neben den Gefechten mit Sondereinsatzkräften kam es deshalb auch am Mittwoch wieder zu Auseinandersetzungen zwischen pro-russischen und Kiew-treuen Aktivisten.

Auch wenn im Osten einem ukrainischen Institut zufolge unter den gegenwärtigen Umständen nur rund 36 Prozent zur angesetzten Präsidentenwahl gehen würden – die Übergangsregierung hält weiter an ihrer nationalen Lösung fest, die Operation im Osten gehe weiter.

“Gestern Nacht wurde im Rahmen der Anti-Terror-Operation eine versteckte militärische Basis der Terroristen nahe Kramatorsk komplett zerstört”, sagte Übergangspräsident Olexandr Turtschinow.

Gute Chancen, sein Nachfolger zu werden, hat Umfragen zufolge Petro Poroschenko, für den sich knapp 34 Prozent der Befragten aussprachen. Der auch als Schokoladenkönig bekannte Unternehmer gilt als dem Westen zugewandt. Der prorussische Kandidat Sergej Tigipko kommt dagegen nur auf 4,1 Prozent.