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Zwei Todesopfer bei Protesten in Bangkok

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Zwei Todesopfer bei Protesten in Bangkok

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Bei Protesten in der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind Regierungsgegner in ein Gebäude des Militärs eingedrungen.

Dort störten sie ein Treffen zwischen dem neuen Regierungschef Niwatthamrong Boonsongpaisan und dem Leiter der thailändischen Wahlkommission.

Der Wahlleiter und Boonsongpaisan verließen das Gebäude überstürzt.

Die Regierungsgegner fordern die Absage der Wahlen am 20. Juli und stattdessen einen ungewählten Rat, der die Regierungsgeschäfte übernehmen und Reformen durchführen soll. Damit wollen sie eine neue Machtergreifung der politischen Bewegung von Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra verhindern:

“Sie haben nicht das Recht, einfach Wahlen durchzuführen,” erbost sich dieser Regierungsgegner. “Sie müssen vorher das Volk fragen. Die Regierung spricht von ihrer Pflichterfüllung, aber nicht über die getöteten Menschen. Die Todesopfer interessieren die Regierung nicht.”

Vor den neuen Unruhen in Bangkok waren an einem Protestcamp von Regierungsgegnern zwei Wachen von Unbekannten erschossen worden. 19 Menschen erlitten nach Angaben von Rettungskräften Verletzungen. Die Täter hätten von der Ladefläche eines Kleinlastwagens aus das Feuer eröffnet, hieß es.

Die Demonstranten versuchen seit November, die vor allem in ärmeren Regionen Thailands beliebte Regierung zu stürzen.