Eilmeldung

Eilmeldung

Atomgespräche: "Kein Vertrag ist besser als ein schlechter Vertrag"

Sie lesen gerade:

Atomgespräche: "Kein Vertrag ist besser als ein schlechter Vertrag"

Schriftgrösse Aa Aa

Im Atomstreit mit dem Iran haben die Verhandlungspartner um einen Fahrplan für die nächsten beiden entscheidenden Monate gerungen. In zahlreichen bilateralen Gesprächen auf
politischer wie auf Expertenebene wurde in Wien versucht, einen Rahmen für einen möglichen Vertrag sowie weitere Treffen festzuzurren.

Der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araghchi meinte: “Die Verhandlungen waren gut, wir sind nicht enttäuscht, aber einen konkreten Fortschritt haben wir nicht erzielt. Falls wir bis Ende Juli nicht zu einer Einigung kommen, ist eine Verlängerung der Gespräche bis Ende des Jahres immer noch möglich. Das Ziel einer vertraglichen Einigung bleibt realistisch.”

“Es ist die beste Chance, die wir je hatten, dieses Problem diplomatisch zu lösen”, betonte ein Sprecher der US-Delegation. Man lasse sich aber nicht unter Zeitdruck setzen. “Kein Vertrag ist besser als ein schlechter Vertrag.”

Die internationale Gemeinschaft möchte sicher sein, dass der Iran keine Atombombe bauen kann. Teheran will im Gegenzug die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen erreichen. Seit Dienstag hatten die UN-Vetomächte und Deutschland mit Teheran erstmals konkret an einem Vertragsentwurf gearbeitet.