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Brasilien vor der Fußball-WM: Unruhen mit Plünderungen und Protesten

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Brasilien vor der Fußball-WM: Unruhen mit Plünderungen und Protesten

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Vier Wochen vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nehmen die Unruhen kein Ende: Während eines Polizeistreiks in Recife drangen Plünderer am Donnerstag in Geschäfte ein. Die Raubzüge in der Hafenstadt im Osten Brasiliens begannen mit dem Ausstand der Militärpolizei am Mittwoch. Die Regierung schickte zusätzliche Sicherheitskräfte, da die Bundespolizei alleine die Lage nicht in den Griff bekam.

Auch Justizangestellte und Feuerwehrleute waren im Kampf für höhere Löhne in den Ausstand getreten. Angesichts der bevorstehenden WM drohen in der Region weitere soziale Spannungen: Die Bundespolizei kündigte an, eventuell während des Turniers in den Streik zu treten.

Unruhen auch in São Paulo: Hunderte WM-Gegner demonstrierten in der Nähe des Eröffnungsstadions “Itaquerão” gegen die Milliardenkosten für das Sportereignis – darunter auch Vertreter der sogenannten Bewegung der obdachlosen Arbeiter: “Wenn es bei der Wohnungs- und Stadtplanungspolitik keine Fortschritte gibt, dann werden wir mit Sicherheit auch während der Weltmeisterschaft kämpfen”, so der Anführer der Bewegung.

Den Demonstranten zufolge mussten viele Menschen in der Nachbarschaft des Stadions wegen steigender Mieten ihre Häuser verlassen.