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Credit Suisse soll im US-Steuerstreit Milliarden zahlen

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Credit Suisse soll im US-Steuerstreit Milliarden zahlen

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Im Steuerstreit mit den USA zahlt die Schweizer Großbank Credit Suisse voraussichtlich mehr als 2,5 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) an die US-Behörden, so Insider laut Medienberichten (Reuters, “Wall Street Journal”). Danach soll der Löwenanteil an das Justizministerium gehen, rund 100 Millionen Dollar an die Notenbank Federal Reserve und 500 Millionen Dollar an die New Yorker Bankenaufsicht.

Im Rahmen der Einigung dürfte sich die Bank auch schuldig bekennen – der Beihilfe zu Steuerhinterziehungen – ein in der Branche sehr ungewöhnlicher Vorgang.

Die Strafe wäre etwa dreimal so hoch wie die 570 Millionen Euro, die die UBS 2009 in einem ähnlichen Verfahren zahlte. Die Ermittlungen gegen Credit Suisse und rund ein Dutzend weiterer Schweizer Geldhäuser laufen seit 2011.

Zeitgleich hat die Schweizer Finanzaufsicht künftig strengere Regeln für die Credit Suisse und die UBS veröffentlicht. Die UBS müsse bis 2019 auf Basis der aktuell vorliegenden Daten mit 19,2 Prozent fast ein Fünftel der riskanten Anlagen und Kredite mit Eigenkapital abdecken, bei der Credit Suisse sind es 16,7 Prozent. Beide Werte liegen deutlich über den von den internationalen Aufsehern vorgesehen Vorgaben (Basel-III-Regeln).

su mit Reuters