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Familientherapie im Wald


Kultur

Familientherapie im Wald

US-amerikanische Geschichte wird bekanntlich von Helden geschrieben. Was aber machen die Loser? Sie folgen den Spuren ihrer Vorfahren und finden zu sich selbst. So ergeht es einer zerrütteten Familie in “The Discoverers”. Eine als netter Urlaub beim Großvater geplante Reise endet mitten in der Wildnis. Denn Opa ist ein Fan der historischen Lewis-und-Clark-Expedition.

“Mein eigener Vater war kurz vor den Dreharbeiten verstorbenen, ich habe also die ganze Zeit viel an ihn gedacht”, erklärt Hauptdarsteller Griffin Dunne. “Der Mann, den ich in diesem Film spiele, hat eine komplizierte Beziehung zu seinem Vater. Das ist typisch für Männer mittleren Alters, wenn der Vater noch am Leben ist. Man denkt darüber nach, wo man selbst im Leben steht.
Dieser Mann schaut auf sein Leben mit dem Gefühl, dass er seine Zeit verschwendet hat. Dass er all seine Energie in etwas gesteckt hat, das ihm sehr wichtig ist, aber niemandem sonst.”

Griffin Dunne spielt einen ausgebrannten Geschichtsprofessor, der sich um den betagten Vater (Stuart Margolin) sorgt. Dieser scheint nach dem Tod seiner Frau den Kopf zu verlieren und will auf Biegen oder Brechen zur Pazifikküste wandern. Die ganze Familie muss notgedrungen mit – auch zwei schlecht gelaunte Enkel mit Teenagerproblemen.

Der Film von Justin Schwarz kommt vorerst nur in die US-amerikanischen Kinos.

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