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Höchststrafe für General Motors: "Schweigen kann töten"

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Höchststrafe für General Motors: "Schweigen kann töten"

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Nach den tödlichen Unfällen wegen mangelhafter
Zündschlösser muss General Motors (GM) 35 Millionen Dollar (25 Millionen Euro) zahlen. Dies ist die Maximalstrafe, die die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA verhängen kann. General Motors ruft wegen der
Zündschlösser weltweit 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.

US-Verkehrsminister, Anthony Foxx:

“Was wir nicht tolerieren können, was wir niemals akzeptieren, sind eine Person oder eine Firma, die eine Gefahr kennen – und den Mund halten. Schweigen kann töten, im wahrsten Sinne des Wortes. (…) Spätestens seit November 2009 hatte GM Informationen, die Zündschloss-Probleme mit Airbag-Ausfällen in Verbindung brachten. Sie wussten das und sagten nichts. “

Bei manchen älteren Modellen, die vor allem in den USA verkauft wurden, kann der Zündschlüssel wegen eines zu schwach ausgelegten Schalters während der Fahrt in die “Aus”-Position zurückspringen. Dadurch wird nicht nur der Motor abgeschaltet, sondern auch Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker. GM führt Unfälle mit 13 Toten auf den Defekt zurück; Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Die ältesten betroffenen Autos sind aus dem Modelljahr 2003. Der Rückruf begann aber erst Anfang des Jahres unter der neuen Konzernchefin Mary Barra.

Dazu haben Unfallopfer und Besitzer betroffener
Wagen zahlreiche Klagen eingereicht und verlangen
Schadenersatz. Für die Reparaturen werden 1,5 Milliarden Dollar (1,09 Milliarden Euro) veranschlagt.

su mit dpa, Reuters