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In Frankreich gehen Jungs in Röcken zur Schule - Protest gegen Sexismus

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In Frankreich gehen Jungs in Röcken zur Schule - Protest gegen Sexismus

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“Tag des Rockes” – bei dieser symbolischen Aktion gegen Sexismus waren an diesem Freitag im westfranzösischen Nantes Jungen aufgerufen, mit Röcken bekleidet zur Schule zu kommen. In konservativen Kreisen, bei Abgeordneten und vor allem bei den Gegnern der Homo-Ehe stiess die Aktion auf heftige Kritik. Die Schüler nahmen es gelassen: “Ich habe mir gesagt, wenn ich damit, dass ich einen Rock anziehe, einer guten Sache dienen kann, dann bin ich froh. Das kostet mich nicht großartig was”, sagt einer von ihnen.

In Nantes beteiligten sich etwa 100 Jungs an der Aktion. Vor allem sollten Diskussionen damit provoziert werden. Zuvor hatten Gegner der Homo-Ehe dagegen protestiert. “Wir haben bemerkt, dass es an vielen Gymnasien hier Sexismus und Diskriminiserungen gibt”, sagt Arthur Moinet, einer der Organisatoren. “Also haben wir uns überlegt, was wir auf unsere Art machen können, um daran etwas zu ändern.” Eine Schülerin meint: “Sexismus betrifft nicht nur Frauen. Sexismus ist auch ein täglicher Kampf für Männer, auch Manner sind davon betroffen.”

In Frankreich tobt seit der Einführung der Homo-Ehe im vergangenen Jahr ein regelrechter Kulturkampf. Konservative Organisationen, die oft von der katholischen Kirche unterstützt werden, werfen der Regierung vor, die traditionellen Werte von Familie und Ehe untergraben zu wollen.