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Neue Ära in Indien: Modi steht vor großen Herausforderungen

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Neue Ära in Indien: Modi steht vor großen Herausforderungen

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In Indien hat Narendra Modi mit seinen Hindu-Nationalisten die absolute Mehrheit geholt. Dies hatte seit 30 Jahren keine Partei mehr geschafft. Modi wird im Parlament durchstarten können. Theoretisch steht also der Umsetzung seiner Versprechen nichts im Wege, die wären: Millionen neuer Jobs, bessere Infrastruktur, ein Ende der Korruption, effizientere Bürokratie und ausländische Investitionen. Letzteres scheint in Erfüllung zu gehen, Investoren haben in den vergangenen Monaten für elf Milliarden Euro indische Aktien und Anleihen gekauft.

Die bisher regierende Kongresspartei der Nehru-Ghandi-Familie muss unterdessen eine herbe Niederlage einstecken. Kongresspartei-Chefin Sonia Gandhi und Sohn Rahul Gandhi übernahmen die Verantwortung: “Das Urteil gegen unsere Partei ist gefallen. Wir akzeptieren demütig die Wahl des Volkes. Aber wir hoffen auch, dass die neue Regierung nicht die soziale Einheit Indiens und die Interessen des Landes gefährden wird.”

Viele Inder sehen in Modi einen Heilsbringer, der das Land aus der Wirtschaftskrise führen wird. Experten zufolge wird es jedoch entscheidend sein, ob es ihm gelingt, den sozialen Frieden zu wahren. Dafür muss Modi die Hindu-Hardliner in den eigenen Reihen zügeln, die im Wahlkampf immer wieder gegen die muslimische Minderheit gehetzt haben.